Wir leben in einer Welt, in der die Dinge vor allem dann wertvoll sind, wenn wir sie schwer erarbeitet und erkämpft haben. Wenn wir lange genug für etwas gelitten haben, haben wir es verdient. Wenn wir genügend Geld, Energie, Zeit oder Schmerz eingesetzt haben, dürfen wir uns etwas leisten. Wenn wir alt genug sind, können wir dieses oder jenes tun. Wenn wir genügend Einsatz gebracht haben, steht uns etwas zu, und erst dann dürfen wir es uns leichter machen.
Ob es um Gesundheit oder Freizeit geht, um Frieden oder Geld – um alles muss gekämpft oder zumindest hart gearbeitet werden. Denn das Leben schenkt uns nichts. So haben wir es zumindest gelernt. Und so geben wir es auch weiter.
Dann gibt es auch diese Stimme in uns, die sagt, dass wir diesen luxuriösen Urlaub wirklich noch nicht verdient haben. Oder dass wir für diese lustvolle Arbeit doch kein Geld verlangen können. Wir mit zunehmendem Alter einfach müder werden. Dass es halt nun mal so ist im Leben … nämlich schwer.
Nur wann ist es genug?
Wer definiert die Menge an Einsatz und Zeit, die es braucht, um die Schwere zu beenden und der Leichtigkeit mehr Raum zu geben?
Wenn es (zu) leicht geht, glauben wir, dass es nicht wichtig oder wertvoll sein kann. Eigentlich eine absurde Weltanschauung, finden Sie nicht? Es ist ganz wichtig, es hier noch mal zu betonen, es ist eine Weltanschauung. Mit der Wahrheit hat das nichts zu tun. Wir gestalten uns unsere Wirklichkeit selbst. Wenn wir überzeugt sind, dass das Leben schwer ist, werden wir alles so interpretieren, dass es auch zu dieser Überzeugung passt.
Wem ist gedient, wenn wir leiden?
Wer sagt, dass das das richtige Leben ist? Oder die richtige Einstellung?
Wie wäre es, wenn wir diese Einstellung einfach ändern?
Mit der Einstellung der Schwere, mit der Einstellung des Leidens, bleiben wir angepasst an das, was viele Menschen um uns herum glauben. Wir scheren nicht aus, haben es genauso schwer, oder vielleicht manchmal ein bisschen leichter als die anderen. Der Grad unseres Glücks misst sich am Einsatz, den wir bringen.
Wann haben Sie sich schon einmal dafür belohnt, weil Ihnen etwas leicht und fröhlich gelungen ist?
Gibt es irgendetwas an Ihrer momentanen Situation, das sich leicht und fröhlich anfühlt?
Vielleicht möchten Sie auch eine Entscheidung treffen, die Leichtigkeit mehr in Ihr Leben einzubauen. Ganz bewusst die Leichtigkeit einzuladen, ohne dass Sie andere wichtige Überzeugungen über sich selbst ablegen müssen. Es geht darum, das ganze Spektrum des Lebens zu spüren. Zu wissen, dass die Grundlage immer Leichtigkeit und Harmonie ist.
Wenn Sie eine Entscheidung zur Leichtigkeit und zu neuen Denkmustern bewusst treffen, ändert sich sofort etwas in Ihrer Wahrnehmung. Sie beginnen sich mehr nach der Leichtigkeit auszurichten. Unterstützend dazu können Sie auch die inneren Muster des Unbewussten verändern. Wenn Sie die Bilder, die Ihr Unbewusstes zum Thema Leichtigkeit und Schwere hat, verändern, kann das Leben ganz von selbst leichter werden.
Auszug aus „easy – Das Abenteuer des Lebens gestalten“, Kapitel: Das Leben als Abenteuer, Seite 32 - 34


